Ausstellung: Ports en vues
LE HAVRE

Beschreibung
Seit mehreren Jahren laden die Winterausstellungen des MuMa die Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Sammlungen des Museums neu zu entdecken. Ausgehend von einem zentralen Thema entstehen dabei unerwartete Begegnungen und Dialoge zwischen Künstlern unterschiedlicher Epochen und Herkunft. „Ports en vues“ – wörtlich „Ports in Sicht“ – ist als eine Reise durch die Hafenlandschaft konzipiert, von Raoul Dufy bis zu Pierre et Gilles.
Rund 120 Werke bilden den Parcours der Ausstellung und spannen einen Bogen über ein Jahrhundert Kunstgeschichte.
Ein Hafen, oft mit dem Versprechen von Reisen verbunden, ist vor allem ein Ort der Arbeit, geprägt von seinen charakteristischen Elementen: Wellenbrecher, Kräne, Container, Helgen und Schleusen. Hafenlandschaften sind von Natur aus ständig im Wandel und passen sich fortwährend den Anforderungen des maritimen Verkehrs an. Zugleich bewegen sie sich an der Grenze zur Industrielandschaft – so sehr, dass häufig vom „Industriehafen-Gebiet“ gesprochen wird. Der Mensch tritt hier nur selten in Erscheinung und wirkt in einer Umgebung, die mitunter zugleich unwirklich und überdimensioniert erscheint, beinahe verloren.
Im Gegensatz zur pittoresken Landschaft und indem sie die Vorstellung von Schönheit selbst hinterfragt, ist die Hafenlandschaft seit Langem eine starke Inspirationsquelle für Künstler.
Die Ausstellung vereint Werke von rund dreißig Künstlerinnen und Künstlern vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, darunter Raoul Dufy, Émile Othon Friesz, Albert Marquet und Roger Guerrant sowie Pierre et Gilles und JR; außerdem sind Arbeiten von Noémi Pujol, Sylvestre Meinzer, Jürg Kreienbühl und Alain Ceccaroli zu sehen.
Die Ausstellung würdigt Künstlerinnen und Künstler – Fotografen, Grafiker und Maler –, die sich mit den prägenden Strukturen der Hafenlandschaft auseinandersetzen und sie neu interpretieren. Zugleich ist sie eine Hommage an die Künstlerinnen und Künstler, die dem Museum Werke gestiftet haben, an ihre Familien sowie an Galerien und private Sammler, deren Großzügigkeit es ermöglicht hat, neue Arbeiten in die Sammlung des Museums aufzunehmen.
Ausstellung vom 8. November 2025 bis zum 5. April 2026 zu den Öffnungszeiten des Museums.
Siehe andere Dienste
Öffnungen und Zeitpläne
- Von 08/11/2025 bis 05/04/2026
